Wildkatze Felix auf Social Media

Bereits seit 2017 berichtet unser Maskottchen "Felix" regelmäßig auf Facebook und Instagram von seinem Leben im Wald. Lest hier seine Beiträge nach!

2019


Kennt ihr das Tier des Jahres 2019?

 

Das Reh. Jetzt im

Frühsommer gebären Ricken ihre Jungen, auch Kitze genannt. Die erste Zeit bleiben Kitze in der Deckung am Feldrand zurück, während die Ricke in der Nähe äst. Gut getarnt mit weißen Punkten am Rücken liegen sie starr zusammengerollt am Boden – auch wenn rasche Bewegungen oder Lärm drohen. Daher sind Kitze durch landwirtschaftliche Maschinen gefährdet. Zum Glück gehen Bauern ihr Feld vor der Mahd ab oder nutzen Drohnen, um Felder von oben zu erkunden. Mit vier

Wochen begleiten Kitze die Ricke auf Schritt und Tritt und lernen alles Wichtige fürs Leben. Menschen sollten Kitze nicht anfassen: Der Geruchssinn der Rehe ist

sehr ausgeprägt, sodass die Ricke ein Kitz mit fremdem Geruch oft nicht annimmt. Beobachtet die Tiere lieber von Weitem. 


Foto: NLF-Archiv / movit-GmbH
Foto: NLF-Archiv / movit-GmbH

Was haben Wildkatzen und Schwarzstörche gemeinsam?

 

Beide meiden die Nähe des Menschen. Der Schwarzstorch ist ein scheuer Bewohner alter, geschlossener Laub- und Mischwälder. Charakteristisch für den Zugvogel ist sein

glänzend schwarzes Gefieder und seine rötlichen Beine und Schnabel. Am liebsten frisst er Fische, Frösche und Molche aus den Flüssen naturnaher Wälder. Wie sein Verwandter der Weißstorch brütet der Schwarzstorch in Nestern, die weit oben in Baumkronen oder an  elsvorsprüngen liegen. Schwarzstörche reagieren sehr

empfindlich auf Störungen, ihren Nestern sollte sich in der Brutzeit besser nicht genähert werden. Beobachtet die Vögel lieber von weitem und hört, wie sich das

Pärchen mit Schnabelklappern am Horst begrüßt. 


 Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen

verwandelt sich mein Wald in ein buntes Blütenmeer.

 

Schneeglöckchen, Buschwindröschen und andere Frühblüher recken ihre Köpfe der Sonne entgegen. Die Farbtupfen locken auch die ersten Honigbienen, Wildbienen und Hummeln aus ihren Winterquartieren hervor. Nach der Winterzeit benötigen die Insekten neue Kraft in Form von Eiweiß (Pollen) und Treibstoff (Nektar). Die ersten Blüten sind daher eine wichtige  Nahrungsquelle für die Insekten. Deshalb lasst den Bienen die Blumen stehen und verzichtet sie – wie es Brauch zu Ostern ist – in eine Vase zu stellen. Die Bienen danken es Euch!

 

Wusstet ihr das Hummeln bereits bei wenigen Grad über Null aktiv nach Nahrung suchen? 



Mal ist es unter meinen Tatzen weich, mal steinig und hart.

 

Der Wald hat viele Böden und jeder einzelne verrät

etwas über seine Bewohner. Böden sind der Lebensraum unzähliger, meist verborgener Lebewesen. In einer Handvoll Waldboden leben sage und schreibe zehn

Milliarden Bakterien, Pilze, Würmer und Milben. Sie zersetzen die Blätter, Nadeln und Äste der Bäume und Sträucher zu Humus-Erde. Die hierbei freigesetzten Nährstoffe werden von den Wurzeln der Pflanzen aufgenommen. Von den Kleinstlebewesen profitieren auch Ameisen. Neben einer Nahrungsquelle

erleichtert der Humusboden den Bau ihrer Nisthaufen. Die weit verzweigten Gänge der Ameisenwohnungen lockern zusätzlich den Boden auf. Dies ist wichtig, damit

der Boden das Regenwasser aufsaugen kann. Der Waldboden ist daher nicht nur Heimat für vielfältige Arten, sondern er erfüllt zahlreiche Aufgaben und

Funktionen. Welche Funktionen des Waldbodens kennt ihr?


Jetzt im Winter ist

es ganz schön still in meinem Wald.

 

Das liegt nicht nur an dem Schnee, der alle

Geräusche dämpft. Viele unserer heimischen Vögel sind bereits zur Nahrungssuche im Herbst in den Süden gezogen. Nur wenige Arten bleiben über den Winter hier: Stare, Feldsperlinge und Rotkehlchen ernähren sich von Bucheckern, Eicheln und Beeren. Doch nicht allein die Jahreszeit sorgt dafür, dass es stiller wird. Amseln

und Grünfinken sind immer seltener in der Natur zu beobachten. Ihr Lebensraum ist nicht nur durch die intensive Landwirtschaft bedroht. Erkrankungen durch

Viren und Parasiten haben ihre Art im vergangenen Jahr besonders stark gebeutelt. Der europaweite milde Winter sorgt zudem dafür, dass weniger Wintergäste aus dem kalten Norden zu uns kommen. Meisen und Gänse finden auch in ihrer sonst verschneiten Heimat genug Nahrung und treten die weite Reise nicht an. Andere Vögel aus dem Norden, wie zum Beispiel Kraniche, legen eine

stark verkürzte Flugroute zurück. Auch in Mitteleuropa können wir daher im Winter immer öfter eher fremde Arten betrachten. Ich freue mich sehr auf den Frühling. Storche, Kiebitze und Feldlärchen kommen dann aus ihren Winterquartieren zurück. Mein Wald wird mit ihnen wieder lebendiger.



2018



Welchen Baum liebt Ihr?

 

Ich liebe Bäume! Ihr auch? Gerade jetzt im Herbst sind sie in

ihrem Farbenspiel einmalig schön. Für alle Baumfreunde da draußen: Derzeit

läuft die Wahl zum „Baum des Jahres 2019“! Zur Auswahl stehen drei Arten: die Flatter-Ulme (Ulmus laevis), die Kornelkirsche (Cornus mas) und die Douglas-Tanne

(Pseudotsuga menziesii). Hier könnt Ihr Eure Stimme abgeben: https://www.baum-des-jahres.de/tipp-bdj-2019/

 

Pssssst! Achtung, Wahlgeheimnis! Ich habe schon

abgestimmt und mein absoluter Favorit ist die Flatter-Ulme. Sie sieht nicht nur gut aus, sondern ist ideal für unser Klima – vor allem, wenn wir davon ausgehen, dass es zukünftig mehr Starkregen geben wird. Die Flatter-Ulme kann nämlich über 100 Tage im Jahr überflutet werden, ohne dass sie abstirbt. Und das Beste: Sie speichert Wasser, filtert es und gibt es langsam an ihre

Umgebung wieder ab. Eine wahre Umweltheldin also.


Endlich hat es mal ein

bisschen geregnet.

 

Bisher war es viel zu trocken. Bei meinem Streifzug durch

den Wald habe ich viele Fichten und Lärchen entdeckt, die unter dem Wassermangel leiden. Sie haben nicht genug Harz zur Abwehr von Schädlingen produziert. Wenn jetzt noch der Borkenkäfer kommt, dann sieht es nicht gut aus. Der Borkenkäfer ist ein Schädling, der die Wasser- und Nährstoffleitbahnen der Bäume zerstört. Die betroffenen Bäume sterben im schlimmsten Fall ab. Sie sind so ein warmes Klima nicht gewohnt. Daher hoffe ich, dass es noch ein bisschen kühler und nässer wird. Immerhin hat der Herbst auch schöne Seiten: Ich freue mich schon auf bunte Blätter und den Duft von Pilzen.



Puh… ist das warm.

 

In diesem Jahr scheint sich die Sonne besonders anzustrengen. Für den Wald und seine Bewohner ist das auf Dauer aber nicht ganz ungefährlich. Deshalb

beobachten die Niedersächsischen Landesforsten in der

Waldbrandüberwachungszentrale den Forst ganz genau. Wer auf Rauchen oder offenes Feuer in den Wäldern verzichtet, kann sich hier unter dem schützenden Blätterdach wunderbar abkühlen. Unter den Bäumen ist es viel angenehmer. Perfekt für einen Waldspaziergang. Wie kühlt ihr Euch während der heißen Tage ab? Ich rolle mich tagsüber an einem schattigen Plätzchen zusammen und verschlafe die große Hitze. In der Nacht ist es hier schön kühl und ich bin fit für die Jagd.


Mmmmhh,

könnt ihr ihn auch riechen?

 

Den Duft der Buchen und der wilden Beerensträucher? Das gibt es nur hier bei mir im Wald. Hier finde ich immer ein schattiges Plätzchen zum Entspannen, Erholen und Kraft tanken. Waldbaden nennen das heute manche Leute. In Japan sagen sie Shinrin-yoku. Ich finde es auf jeden Fall klasse. Hast du es auch schon ausprobiert?


Endlich Frühling!

 

Draußen wird es immer wärmer und die Sonne sorgt dafür, dass

der letzte Schnee verschwindet. Für mich ist es wieder Zeit durch die Wälder zu streifen. Nun kann ich klettern und mich im Dickicht verstecken! Durch die

Sonne und die warmen Temperaturen sprießen viele Pflanzen aus dem Boden. Im Wald kann man nun zum Beispiel überall Märzenbecher bewundern. Sie sind die

ersten Frühlingsboten. Dank ihnen duftet der Wald ganz wunderbar! Freut ihr euch auch so über den Frühling wie ich?

 

Liebe Grüße
Euer Felix


Machen Wildkatzen Winterschlaf?

 

Auch im Winter streife ich durch die Wälder. Mein dickes Fell hält mich warm – nicht nur bei Schnee, sondern auch bei Regen,

wenn der Winter durch das veränderte Klima einmal ausfällt. Nur wenn es stark hagelt oder es so richtig kalt wird, ziehe ich mich ein wenig zurück. Da ich keinen Winterschlaf halte, bin ich fast ständig auf Nahrungssuche. Noch hat es nicht ganz so viel geschneit. Für mich ist es im Tiefschnee nämlich schwieriger

den Mäusen hinterher zu pirschen – aber ich sehe das sportlich. Was macht ihr denn gerne im Winter, wenn es schneit?

 

Grüße

Euer Felix



2017



 

Warum werden Blätter

bunt?

 

Blätter sind wichtig für

die Gesundheit eines Baums. Über sie atmet er und erhält wichtige Nährstoffe

für sein Wachstum. Wenn es kühler und dunkler wird, bereitet sich der Baum auf den Winter vor. Dafür zieht er die Nährstoffe aus den Blättern ab und speichert

sie in Stamm und Wurzeln. Dadurch verlieren die Blätter ihre grüne Färbung und erstrahlen in der Herbstsonne in Gelb, Braun und Rot. Ich finde es toll, wie das Herbstlaub raschelt, wenn ich durch den Wald pirsche.

 

Grüße

Euer Felix


Was machen Wildkatzen, wenn es im Sommer heiß wird?

 

Es ist Sommer und endlich wird es auch wieder wärmer. Ihr Zweibeiner kühlt Euch

dann in Seen, Schwimmbädern oder mit einem leckeren Eis ab. Wildkatzen haben es da leichter. Wir sind nachtaktiv und verschlafen einfach die heißen Stunden in unseren dunklen Höhlen und Unterschlüpfen. Generell ist es tagsüber bei hohen Temperaturen im Wald viel angenehmer. Das liegt daran, dass die Bäume nicht nur

Schatten spenden, sondern auch Wasser verdunsten und darüber die Luft abkühlen. Wenn es also mal wieder zu heiß für Euch wird: Macht einen schönen Ausflug in

den Wald!

 

Grüße

Euer Felix



Vielen Dank für Eure zahlreiche Teilnahme.

 

Zukünftig dürfen wir nun unsere Wildkatze und zugleich Maskottchen Felix bei uns im Team begrüßen. Mit über 50% hat er die Wahl für sich entschieden.

 

Herzlich willkommen Felix!

 

Die Auswertung im Überblick:

1. Felix: 56%

2. Franzi: 22%

3. Moritz: 13%

4. Tatz: 9%


Name für unser Maskottchen gesucht!

 

Wir haben Verstärkung bekommen: Unser Maskottchen, die Wildkatze, berichtet ab sofort regelmäßig auf Facebook und Instagram über spannende Geschichten und wissenswerte Fakten aus dem Wald.

 

Aber zuerst brauchen wir eure Hilfe! Denn noch hat unser Maskottchen keinen Namen. Deshalb sendet uns hier in den Kommentaren oder an presse@zukunftwald.de Eure Vorschläge bis zum 19. Mai 2017.

 

Anschließend findet auf Facebook eine finale Abstimmung zu den tollsten Namen statt.

 

Wir freuen uns auf Eure Ideen!

Euer Team der Stiftung Zukunft Wald