Professor Dr. Hans-Jürgen Otto schrieb zum 100. Geburtstag von Walther Freist:

„In dunkeler Zeit wurde ein kleines Licht angezündet, das bis heute leuchtet.“

 

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hatte die Bevölkerung aufgerufen, bei der Wiederaufforstung der großen von den Besatzungsmächten verursachten Kahlschläge zu helfen.

 

Das wollte eine Gruppe der Bündischen Jugend, Wandervögel in Wolfenbüttel. Sie hatten bei Wanderungen im Harz die riesigen Kahlflächen erlebt. Der dazugehörende Schüler Claus Müller fragte bei seinem Onkel Walther Freist, Forstamtsleiter in Walkenried, an und erhielt eine Zusage. So kam es in den Osterferien 1948 zu einem ersten Jugendwaldeinsatz. Eine Kriegswitwe mit zwei schulpflichtigen Söhnen, die aus dem Osten in das Südharzdorf Zorge geflüchtet war und die im Wald arbeitete, Frau Käte Straub, betreute diese und folgende Jugendgruppen in einer Jagdhütte. So entstand das erste Jugendwaldheim. Heute gibt es in Deutschland 47 Jugendwaldheime.

 

Entscheidend für den Erfolg war der Grundgedanke, durch Arbeit in kleinen Gruppen, die von Waldarbeitern angeleitet wurden, den Wald zu erleben. Nicht das Vermitteln von Wissen, sondern das Erleben führt zu bleibenden Eindrücken.

 

Der Walther Freist - Käte Straub Preis soll Personen auszeichnen, die erfolgreich Walderlebnisse vermitteln.