IGS Schöppenstedt übernimmt „Wald-Klassenzimmer“ der Elm-Asse-Schule

Was tun, wenn eine Schule umzieht und der eigene Schulwald nicht mitziehen kann? Diese Frage stellte sich jüngst die Elm-Asse-Schule in Schöppenstedt im Landkreis Wolfenbüttel. Der Zusammenschluss der Haupt- und Realschulen in Schöppenstedt und Remlingen zur Elm-Asse-Schule (EAS) 2016 und der kommende Umzug nach Remlingen forderte eine Lösung. Zukünftig übernimmt die Integrierte Gesamtschule (IGS) in Schöppenstedt die Fläche an der Altenau.

Am Dienstag, 25 Juni 2019, erfolgte die feierliche Übergabe des Schulwaldes der Elm-Asse-Schule an die Integrierte Gesamtschule Schöppenstedt. Schüler, Lehrer, Bürgermeister Karl-Heinz Mühe, stellvertretende Bürgermeisterin Andrea Föniger sowie Elisabeth Hüsing, Direktorin der Stiftung Zukunft Wald, pflanzten zur Feier des Tages einen Gingkobaum und eine Flatterulme, Baum des Jahres 2019, im Schulwald. Die Fläche von rund 5.000 Quadratmetern stellt in den kommenden Jahren das Freiluft-Klassenzimmer der IGS. Hier lernen die Kinder und Jugendlichen praktischen Unterricht in allen Fächern. Die Vorfreude und Motivation der IGS für den eigenen Wald ist deutlich spürbar.


Schulwald gehört zum Schulalltag


Petra Brandes, verantwortliche Lehrkraft der EAS und Forstwissenschaftlerin, blickt freudig auf die vergangenen sieben Jahre zurück. Der Schulwald war ein fester Bestandteil der Haupt- und Realschule in Schöppenstedt. In Wahlpflichtkursen und Projekten kümmerten sich die Schüler regelmäßig um den Wald. Auf diese Weise entstanden bereits eine Hütte und ein Insektenhotel. Im Rahmen der Feier weihten die Schüler und Lehrer ihre neue Schulimkerei ein. Von der fleißigen Vorarbeit der Haupt- und Realschüler profitieren zukünftig die Schüler der IGS. Sie übernehmen die Pflege der rund 4.000 Bäume und Sträucher und gestalten den Schulwald weiter zu einem Kleinod für Mensch und Tier.


Stiftung Zukunft Wald als starker Partner


Auch in den nächsten Jahren unterstützt die Stiftung Zukunft Wald als Kooperationspartner den Schulwald in Schöppenstedt. Neben dem Fachwissen der Forstexperten stellte die die Stiftung bereits die rund 4.000 Bäume und Sträucher auf dem Areal. In Niedersachsen entstanden in 10 Jahren insgesamt mehr als 60 Schulwälder. Die Dynamik hinter dem Projekt ist groß, jährlich kommen neue Schulwälder hinzu. „Über das Projekt der Schulwälder lernen, forschen und erleben die Kinder und Jugendliche hautnah Themen wie Artenschutz und zum Ökosystem Wald. Gleichzeitig engagieren sie sich aktiv für den Klimaschutz“, erklärt Elisabeth Hüsing den Gedanken hinter dem Projekt. Mehr als 60.000 Schüler erhalten in ihren Schulwäldern ein nachhaltiges Verständnis für die Natur und Umwelt.

Foto: Braunschweiger Zeitung / Jörg Kleinert
Foto: Braunschweiger Zeitung / Jörg Kleinert