„Schulwälder gegen Klimawandel“ als Gewinnerprojekt der UN-Dekade ausgezeichnet
Die Stiftung Zukunft Wald (Landesforsten-Stiftung) erhält Auszeichnung im Projektwettbewerb 2025 zum Thema „Stadtnatur“ – Schulwälder schaffen neue grüne Lebensräume in urbanen Räumen
Das Projekt „Schulwälder gegen Klimawandel“ der Stiftung Zukunft Wald ist als Gewinnerprojekt des UN-Dekade-Projektwettbewerbs 2025 zum Thema „Stadtnatur“ in der Kategorie „Aktivierung“ ausgezeichnet worden. Zusätzlich erhielt das Projekt den UN-Dekade-Publikumspreis „Projekt des Jahres 2025“.
Die Auszeichnung würdigt Projekte, die zeigen, wie natürliche Lebensräume in Städten und Gemeinden geschaffen und wiederhergestellt werden können – und damit zugleich einen Beitrag zu einem besseren Klima und mehr Artenvielfalt leisten. Drei der insgesamt sechs Gewinnerprojekte wurden am 21. September 2026 von der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesumweltministerium (BMUKN), Bettina Hagedorn, in Berlin ausgezeichnet.
Schulwälder bringen mehr Grün in Städte und Gemeinden
Die Schulwälder der Stiftung Zukunft Wald zeigen, wie neue Naturflächen auch in Städten und Gemeinden entstehen können. Die Schulwälder liegen in ganz Niedersachsen, auch in urbanen Räumen, und schaffen dort neue grüne Lebensräume. Damit bringen sie Natur näher zu den Menschen: Schülerinnen und Schüler können ihren Wald direkt vor Ort erleben, gleichzeitig profitieren auch Anwohnerinnen und Anwohner von zusätzlichen wohnortnahen Grünflächen. Gerade in dicht besiedelten Räumen tragen die Schulwälder dazu bei, Naturerfahrung und Erholung zu ermöglichen und Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen.
Die neu begründeten, standortangepassten Mischwälder binden Kohlenstoff, schützen und verbessern Böden und wirken Erosion entgegen. Gerade kleinere neue Waldflächen können zudem als Trittsteine und Verbindungselemente im Biotopverbund wirken: Sie vernetzen bestehende Wälder, Feldgehölze und weitere naturnahe Lebensräume.
Mit der Auszeichnung als Gewinnerprojekt der UN-Dekade wird dieser Ansatz nun bundesweit gewürdigt. Der zusätzliche Publikumspreis „Projekt des Jahres 2025“ zeigt, dass das Engagement für Schulwälder auch über die beteiligten Schulen und Gemeinden hinaus auf große Resonanz stößt.

Ein eigener Wald als grünes Klassenzimmer
In dem Projekt „Schulwälder gegen Klimawandel“ werden Schülerinnen und Schüler selbst aktiv: Gemeinsam mit ihrer Schule und weiteren Partnern vor Ort pflanzen sie ihren eigenen Wald in der Nähe der Schule. Aus einer zunächst neu gepflanzten Fläche entsteht über die Jahre ein grünes Ökosystem und zugleich ein ganz besonderer Lernort.
Im eigenen Schulwald können die Schülerinnen und Schüler beobachten, wie aus jungen Bäumen ein Wald entsteht, Tiere und Pflanzen entdecken, ökologische Zusammenhänge erforschen und die Veränderungen der Natur unmittelbar erleben. Dabei übernehmen sie Verantwortung für „ihren“ Wald und erfahren, dass Klimaschutz und Naturschutz vor der eigenen Haustür beginnen können.
„Mit unseren Schulwäldern wollen wir Natur dorthin bringen, wo Menschen leben und lernen. Gerade in Städten und Gemeinden brauchen wir mehr Orte, an denen Kinder und Jugendliche Natur unmittelbar erleben können und an denen gleichzeitig neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen entstehen. Für uns als Stiftung Zukunft Wald ist es etwas Besonderes zu sehen, wie eine ganze Gemeinde hinter ihrem Schulwald steht – und wie Kinder und Jugendliche erleben, dass ihr eigenes Handeln sichtbar und dauerhaft Wirkung entfaltet.“
Elisabeth Hüsing - Direktorin der Stiftung Zukunft Wald





Kommentare